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INTERIEUR

ZU MIR ODER ZU DIR?

Diese Frage dürfte Ihr geneigtes Gegenüber zukünftig stets mit einem klaren „zu dir“ beantworten. Zumindest, wenn Sie sich entschließen, einem der hier portraitierten Kameraden ein neues Zuhause zu geben – und Ihr Gegenüber diesbezüglich in Kenntnis setzen

Offen-Bar sehr einladend: Ein alter Werkschrank mit durchlässigen Metallnetzwänden ist auch im geschlossenen Zustand ein verheißungsvoller Anblick

ES GEHT UM BARMÖBEL

Ja, tatsächlich, so einfach ist das. Und auch wieder nicht, denn es geht natürlich nicht um einfache oder gar gewöhnliche Barschränke, sondern eben gerade um ungewöhnliche. Das sind wir unserem Ruf schuldig. So, und was ist nun so besonders an unseren Barschränken? Zunächst mal, dass jeder ein Unikat ist. Ein Einzelstück durch und durch. Dann, dass jeder bereits einige Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte auf dem Buckel hat – allerdings in vollkommen anderer Funktion, dazu gleich mehr. Dann, dass jeder strahlend schön ist, im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir haben sie alle mit einer atmosphärischen, indirekten Beleuchtungausgestattet. Und schließlich, dass jeder auf seine Weise ein absoluter Hingucker ist, oder neudeutsch: ein Eyecatcher.

Manchmal darf es eben ein bisschen mehr sein, besonders, wenn man gerne Freunde zu Gast hat. Ein antiker Spind hat ein beeindruckendes Fassungsvermögen

Eben noch (aus)druckstarke Papierpresse (also vor etwa hundert Jahren), jetzt dekorativer Destillat-Diener

Das gilt selbstredend für alle unsere alten Unikate; jedes einzelne vermag einem Ambiente das stilistische Sahnehäubchen aufzusetzen. Und doch sind unsere Barschränke eine ganz eigene Kategorie, nicht zuletzt, weil sie durch ihre Erleuchtung ein völlig neues Flair verbreiten. Ein französischer Tresor, der aus dem Fundus Napoleons stammen könnte, ist zweifelsohne imposant; dieser jedoch zur illuminierten Hausbar umgestaltet – bei unverändert historischem Korpus und originaler Patina – steht gleich in doppelter Weise für ein unvergängliches Savoir-vivre. Ein altgedienter Werkstattschrank, der Generationen von Gesellen tapfer zu Diensten stand, erstrahlt sanft gesäubert und stilvoll beleuchtet in ganz neuem Glanz. Und auch ein mannshoher, standhafter Spind aus Kaiser Wilhelms Zeiten genießt seine Renaissance als leuchtendes Vorbild für die Wahrung der Contenance auch angesichts enormer Füllmenge.

Mehr als 200 Jahre lange wusste dieser französische Tresor Geheimnisse zu verwahren, jetzt rückt er gerne mal ein Schlückchen von seinem flüssigen Gold heraus

Ob allein, zu zweit oder im geselligen Kreis: mit einer antiken Mangel als Bar geht‘s rund und läuft trotzdem glatt

GUT ZU WISSEN

Alkohol ist keine Lösung!
Kein Alkohol allerdings auch nicht automatisch. Wir wollen an dieser Stelle nur ganz behutsam darauf hinweisen, dass der übermäßige Konsum von Alkohol Probleme zwar kurzfristig vergessen macht, sie aber in der Regel langfristig eher verschärft als löst. Wer also berechtigte Sorge hat, ein attraktiver Barschrank könnte zu unkontrolliertem Konsum verführen, der darf das gute Stück auch gerne mit Fruchtsaft befüllen. Oder vielleicht den Miniaturmodellen des VW-Käfers der Baujahre 1938 bis 1958. Auch irgendwie abgefahren!