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MÖBEL

WIE VON EINEM ANDEREN STERN

1969. Was für ein Jahr für die Menschheitsgeschichte. Apollo 11 landet auf dem Mond. Und der Sunball landet auf der Erde. Galaktischer geht es kaum

Erschaffen wurde das extraterrestrisch anmutende Prachtstück von den beiden Designern Günter Ferdinand Ris und Herbert Selldorf. Im Auftrag der Firma Rosenthal schufen sie einen Meilenstein der Designgeschichte. Die zwei beweglichen Kugelschalen des Sunballs greifen übereinander, sind in jeder Position arretierbar und können komplett geschlossen werden. Die gesamte Kugel ist beweglich auf einem Fuß gelagert und lässt sich um 360 Grad drehen. Immer der Sonne nach.

Heute wie damals besticht er durch die Reduktion auf eine genial einfache Form. Der Sunball wird komplett in Deutschland handgefertigt, ist 150 cm hoch und 168 cm breit

VON BEGINN AN EINE RARITÄT

Zwischen 30 und 50 Exemplare wurden bis 1972 produziert. Erhalten sind nur noch einige wenige. Und so wäre der Sunball vermutlich ausgestorben, wenn, ja wenn nicht ein Mann sein Herz an ihn verloren hätte. Olaf Bollmann war fünf Jahre alt, als er 1976 bei einem Spaziergang mit seinen Eltern in einem Garten eine große gelbe Kugel entdeckte, in die man sich hineinlegen konnte. Geschlossen sah sie aus wie von einem anderen Stern. Von jenem Tag an führte sein Weg stets an diesem Haus vorbei.


Im Design unverändert, in der Ausführung wegweisend:
Für die neuen Modelle werden hochwertige Materialien wie Edelstahl und Hightech-Polsterstoffe verwendet

 


 

MIT DEM BLICK FÜRS BESONDERE

Noch heute steht er in eben jenem Garten. Olaf Bollmann begnügte sich allerdings irgendwann nicht mehr mit dem reinen Bewundern – er erwarb sein eigenes Exemplar. Und seitdem ist es um ihn geschehen. Beseelt entwickelte er Pläne zur originalgetreuen Rekonstruktion, die er schließlich mit Unterstützung von Herbert Selldorf und der Familie von Günter Ferdinand Ris verwirklichte. Und so steht er nun vor uns. Der Klassiker. Die Legende. Der Sunball.