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UNIKATE

VOLLTREFFER!

Jetzt bloß nicht durchdrehen. Denn das bedeutet Kontrollverlust. Und im schlimmsten Fall ein Gegentor! Nur wer die verchromten Stangen des französischen Kneipenkickers, Modell „Finale“ von 1952, mit wohldosiertem Feingefühl und gleichsam taktischem Geschick zu bedienen weiß, kann als siegreicher Kombattant vom Platz gehen – beziehungsweise in den Loungesessel gleiten

Wir wissen nicht, wer schon alles Hand an dieses wunderbare Gerät gelegt hat, wie viele Schauplätze es bereist hat und wie oft die kleinen Bälle auf der einen oder anderen Seite von Jubelschreien begleitet versenkt wurden. Was wir wissen: Es gibt nicht mehr viele dieser historischen Tischfußballspiele. Und schon gar nicht in derart gutem Zustand, sodass das nächste Spiel sofort beginnen kann. Und wir wissen: Solche Unikate sind ein echter Hingucker und ein absolutes Highlight – nicht nur in den Sylter Dünen, sondern in jedem Ambiente.

Der Rest ist Spekulation, beruht auf Hörensagen oder entspringt ungenannten Quellen, denn niemand scheint genau zu wissen, wann und wo Tischfußball erfunden wurde. Vermutlich begann seine Erfolgsstory irgendwann zwischen 1870 und 1880. Und wahrscheinlich stammt die Grundidee aus Frankreich. Aber auch England und Deutschland können auf eine lange Tradition zurückblicken und jeweils eine Reihe von Patenten vorweisen.


Elf Freunde müsst ihr sein.
Und zwar aus Aluguss.

 


Einer der letzten seiner Art. Aber keine Sorge, den einen oder anderen stöbern wir schon noch für Sie auf

In der, wie wir finden, schönsten Entwicklungsgeschichte konstruiert Lucien Rosengart, ein einfallsreicher französischer Ingenieur, den Prototypen des Fußballtisches. Und zwar, um damit seinen Enkelkindern an Regentagen die Zeit zu vertreiben.

Auch wenn die Ursprünge unklar bleiben – absolut unstrittig ist, dass diese Art von Freizeitbeschäftigung sich ungebrochen großer Beliebtheit erfreut. So wundert es kaum, dass es heute eine Vielzahl professioneller und funktionaler Tische gibt – doch kaum einer ist so attraktiv und galant wie dieser erfahrene Franzose. Und wir wissen doch alle: Das Auge spielt mit!

Der Münzprüfer des „Finale“ akzeptierte ursprünglich nur 20-Centimes-Stücke. Jetzt rollt der Ball auch für einen Euro. Ansonsten ist alles original

GUT ZU WISSEN

WOLLEN WIR WUZZELN?
In und um Hannover wird gekrökelt. Der Saarländer hingegen versammelt sich um den Knack, und im süddeutschen Raum dominiert das Hackersche. Noch kreativer wird es in Liechtenstein: Hier rotieren die Stangen beim Tschuttikäschtala oder kurz Tschüttala. Die Schweizer vergnügen sich derweil beim Töggelä oder Jöggelä, und die Österreicher wuzzeln einfach weiter vor sich hin.